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Mittwoch, 7. Juni 2017

Wo der Regenbogen anfängt - Julia Bohndorf [Rezension]



Inhalt:
Nach dem Tod der Eltern leben die Schwestern Maeve und Niamh gemeinsam bei ihrer Großmutter in Berlin. Aber so richtig „leben“ können die beiden nicht, denn die elfjährige Niamh bekam vor einiger Zeit die erschreckende Diagnose Leukämie. Ihre zehn Jahre ältere Schwester Maeve scheidet als Knochenmarkspenderin aus und auch ein anderer Spender ist nicht in Sicht.
Doch so einfach lassen die beiden das Schicksal nicht gewinnen! Um Niamh neuen Lebensmut zu geben nimmt Maeve sie mit auf einen außergewöhnlichen Road Trip von Berlin dorthin, wo der Regenbogen anfängt: nach Wicklow in Irland, in die Heimat ihrer Eltern. Da Glück und Leid meistens nah beieinanderliegen, entpuppt sich der Road Trip als eine Reise, die neue Lebensfreude und Liebe, aber auch Momente der Verzweiflung und Trauer schenkt. Und vielleicht bleibt am Ende ihrer Reise sogar mehr, als nur die Erinnerungen an eine wunderbare Zeit zu zweit …

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Fazit von Obelinchen:


eine wundervolle Geschichte, die mich sehr berührt hat

Ich weiß gar nicht wo oder wie ich beginnen soll. Ich bin restlos begeistert, aufgewühlt und gleichzeitig zufrieden. Der Anfang liest sich sofort gut und flüssig. Da macht das Buch gleich Spaß, auch wenn der Hintergrund der Geschichte eher traurig ist.

Es geht um Niamh's Krankheit. Sie ist mit ihren 11 Jahren an Leukämie erkrankt und obwohl diese ständig präsent ist, geht es auch um Liebe und Hingabe und um Verbundenheit. Um helfen und zurückstecken, um verstehen, begreifen und handeln.

Der Umgang der Schwestern miteinander drückt ihr inniges Verhältnis zueinander aus, genau wie die Verbindung zur Oma. Mir als Familienmensch gefällt das sehr gut. So haben die Schwestern etwas Halt und Unterstützung.
Später lernen wir auch noch den Onkel und die Tante kennen, die mir auch auf Anhieb sympathisch sind und sich rührend um die beiden kümmern.

Als Niamh und Maeve ihren Roadtrip starten, habe ich das Gefühl dabei zu sein. Ich bin stiller Beobachter und lesender Bewunderer. Ich begleite sie bei jedem Schritt und bin mit ganzem Herzen dabei. Ich mag zwar die beiden Namen nicht besonders, aber dafür die Protagonistinnen um so mehr. Die Fahrt war wie ein Ausbruch aus der Realität, einfach mal der Krankheit den Rücken zu drehen, auch wenn das nicht wirklich möglich ist.

Das Buch wird hauptsächlich aus Maeve's Sicht erzählt. Nur durch Niamh's Tagebucheinträge erfahren wir, was in ihr selbst vorgeht. Für ihr Alter ist sie ziemlich reif und erwachsen, auch wenn Niamh immer mal zu kindischem Verhalten greift. Aber dadurch wirkt sie nur um so authentischer auf mich. Man muss sie einfach lieb haben und während des ganzes Buches hoffe ich auf einen geeigneten Spender und bewundere ihren Mut, Ihre Tapferkeit und ihre Sensibilität ihrer Schwester und ihren Mitmenschen gegenüber.

Maeve zwingt sich durch die Krankheit ihrer Schwester selbst ein Leben auf, dass ihr ein Stück ihrer Jugend nimmt. Sie geht ganz darin auf, ihrer Schwester beizustehen und bemerkt nur zwischendurch mal, dass ihr evtl etwas fehlen könnte. Sie ist vorbildlich und auch für sie hege ich Bewunderung, weil sie es schafft, immer für ihre Schwester da zu sein.

Es hat mir sehr gut gefallen, wie die Autorin einen kleinen Einblick in das Krankheitsbild der Leukämie und der Chance auf Heilung gibt und gleichzeitig erklärt, wie relativ unkompliziert eine Typisierung sein kann, die evtl. später Leben retten kann.

Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt: Wird es ein Happyend für Niamh geben? Und eines für Maeve? Verdient haben sie es beide und wen das auch interessiert der muss einfach dieses wundervolle Buch lesen.

 
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