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Montag, 1. September 2014

Der Himmel über die Heide - Sofie Cramer [Rezension]




Inhalt:
Schicksalssommer in der Heide. Seit zehn Jahren meidet Kati ihre alte Heimat. Seit zehn Jahren quälen sie schmerzhafte Erinnerungen. Jetzt hat erneut eine Tragödie ihre Familie heimgesucht. Der Vater liegt im Koma, und die Großmutter kann den kleinen Gasthof nicht allein führen, den die Weidemanns seit Generationen mitten in der Lüneburger Heide betreiben. Und die Saison hat gerade erst begonnen. Schweren Herzens beschließt Kati, ihren Hamburger Agenturjob aufzugeben und für einige Zeit auf dem «Heidehof» auszuhelfen. Überrascht stellt sie fest, wie sehr sie die Stille und Schönheit der Heidelandschaft vermisst hat: Kati blüht auf, ihre Wunden beginnen endlich zu heilen. Bis auf einmal der Mann vor ihr steht, dessen Schicksal mit ihrem für immer verbunden ist und den sie niemals wiedersehen wollte ...
*~*~*~*

Mein Fazit:
Kati wird durch den Krankenhausaufenthalt ihres Vaters wieder nach Hause in den Heidehof herbeigerufen... So vieles kommt in ihr hoch, das sie jahrelang vehement verdrängt hat.

Sie versucht mit Oma und der „ungeliebten“ Stiefmutter das kleine Hotel und Restaurant einigermaßen am Leben zu erhalten. Denn ihr Beruf in Hamburg und ihre Beziehung zu Simon hatten auch schon bessere Tage gesehen und darum fällt es ihr leicht, so einfach mal alles stehen und liegen zu lassen.

Doch in der Heimat begegnet sie auch Menschen, die sie an ihre Zwillingsschwester Jule erinnern, die bei einem „Unglück“ ums Leben kam. Kati verschließt sich seitdem allem und jedem, nur nicht darüber nachdenken geschweige denn zuzuhören, was tatsächlich damals geschah. Das ist ihr größter Fehler, weglaufen und die Ohren verschließen, was sie in vielen Dingen ihres Lebens tut.

Ihre Stiefmutter und sie fallen schier gar auf einen Investor herein, der ein falsches Spiel mit ihnen treibt, doch gerade noch rechtzeitig werden sie gewarnt. Aber mit den richtigen Freunden und Leuten aus dem Ort, erhält der Heidehof neuen Glanz und Neuerungen, um mithalten und überleben zu können.

Eigentlich sollte man meinen, dass man mit dreißig etwas an Lebenserfahrung bekommt, aber bei Kati scheint das nicht so. Man möchte sie manchmal echt am Kragen packen und schütteln, um sie einfach mal zu zwingen zuzuhören und nicht ständig ein beleidigtes bockiges Kind vor sich zu haben. Aber dieses Phänomen zieht sich anscheinend durch die ganze Familie, habe ich den Eindruck. Genauso wird einiges nur angesprochen, aber nicht wirklich ausgesprochen, vieles bleibt ungeklärt oder nur vage im Hintergrund. Da hätte man meines Erachtens etwas weniger Natur beschrieben, als wesentliche Situationen im Dunkeln liegen zu lassen.

Oma Elli ist als Charaktere die Einzige, über die man etwas mehr erfährt, als die anderen, wo eher blass bleiben, aber mehr verdient hätten!

Was für mich aber absolut nicht nachvollziehbar war, das Happy End....

Wenn man gelesen hat, wie ihr Verhalten zu demjenigen war und dann plötzlich um 180 Grad eine Volldrehung macht, nö, das passt überhaupt nicht und dann auch noch so banal und schnell abgehandelt! Für mich nicht stimmig und unrealistisch, leider....



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